Israel Yinon (†)

Dirigent


Vorstellung

Israel Yinon

Yinon studierte Dirigieren, Musiktheorie und Komposition an der Rubin Academy of Music in Tel Aviv (1981-1984) sowie an der Musikakademie in Jerusalem (1985-1988) u. a. bei Mendi Rodan und Noám Sheriff. Im Mai 1991 dirigierte er das bundesweit live übertragene Eröffnungskonzert des neu ge- gründeten Deutschlandsender Kultur. 1992 dirigierte er erstmals die Brünner Philharmonie, mit der er anschließend eine Deutschland-Tournee absolvierte und seine Debüt-CD mit der Ersteinspielung der symphonischen Werke Viktor Ullmanns aufnahm. Diese CD wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Seither sind zahlreiche von Yinon dirigierte Aufnahmen bei Decca, Deutsche Grammophon, Koch, CPO und anderen Labels erschienen.

Neben dem klassischen Repertoire widmet sich Yinon schwerpunktmäßig der Ent- deckung vergessener und unbekannter Werke. Dabei setzte er sich insbesondere für im Dritten Reich als "entartet" verbotene Komponisten wie Hans Krása, Pavel Haas oder Erwin Schulhoff ein, aber auch für vergessene Vertreter des deutschen Expressionismus wie Heinz Tiessen oder Eduard Erdmann. Überdies hat er sich als musikalischer Anwalt lebender Komponisten einen Namen gemacht. So brachte er beispielsweise die Oper Die Schachnovelle von Violeta Dinescu zur Uraufführung (bei den Schwetzinger Festspielen 1995).

Israel Yinon leitete als Gastdirigent zahlreiche renommierte Orchester, darunter das BBC Symphony Orchestra, das Jerusalem Symphony Orchestra, das Royal Philharmonic London, die Royal Flemish Philharmonic Antwerpen, die NDR-Radiophilharmonie, die Wiener Symphoniker und das Deutsche Symphonie Orchester Berlin.

Yinons Interpretationen sind von Werktreue, Sensibilität und handwerklicher Präzision geprägt. Gleichzeitig zeichnet sich sein Dirigierstil durch Vitalität und Temperament aus. (Quelle: Wikipedia)















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